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Die Barlachstadt
Güstrow mit guter Anbindung an die A 19 ist nach Neubrandenburg
die grösste Stadt zwischen Berlin und Rostock.
Eine historische Altstadt, die sich nördlich von dem hübschen, weit sichtbaren Renaissance-Schloss erstreckt, gewachsene neuere Stadtteile im Nordwesten und eine Satellitenstadt im Süden. Eisenbahnanschluss. Selbstverständlich verfügt Güstrow über eine gute bis sehr gute Versorgung: Mehrere Baumärkte, alle bedeutenden Lebensmittel-Discounter - natürlich alle an der Peripherie und eindeutig schädlich für die Entwicklung einer lebendigen Innenstadt - und eine Reihe schöner Fachgeschäfte sind für eine Stadt mit gut 30.000 Einwohnern wohl eine Selbstverständlichkeit. Auch ist die Innenstadt schon (?) an vielen Stellen sehr annehmbar und die Haupteinkaufsstrasse ist recht attraktiv. Leider gibt es immer noch sehr viele sehr hässliche Ecken; bes. bei der Anreise mit der Bahn aus Richtung Rostock ist es besser, die Augen zu schliessen, bis man im Bahnhof ist . . .
Beim Rathaus findet Dienstags, Donnerstags und Samstags ein recht lebendiger und beliebter Wochenmarkt statt und dann ist die Innenstadt deutlich belebter, als sonst. Versuchen Sie aber bitte nicht, mit dem Auto den Stadtkern zu erkunden - es könnte zu stundenlangem Umher-Irren in dem engen und unübersichtlichen Strassengewirr der Altstadt führen. Am besten stellen Sie Ihr Fahrzeug in der Nähe des Schlosses ab - dort ist auch die Touristen-Information - und erkunden die Stadt zu Fuss. Den grossen Parkplatz am Schloss - hier werden Sie fast immer einen Parkplatz finden - erreichen Sie schnell von der grossen Kreuzung Plauer Strasse/ Goldberger Strasse. Eine gute Idee ist der "Blaue Faden", vom Anspruch her ein "Erlebnispfad durch Güstrow": Die Route, die durch blau gefärbte Steine in der Gehweg-Pflasterung gekennzeichnet ist, verbindet allerdings weniger "Erlebnisse", als vielmehr die "üblichen Städtebesichtigungspunkte": Schloss und Rathaus, Brunnen, ein Schöpfwerk und die Gertrudenkapelle, eines der Museen der Ernst Barlach Stiftung. Ernst Barlach - das Schaffen und Wirken dieses bedeutenden Künstlers ist sicherlich auch heute noch unbedingt ein Grund, nach Güstrow zu fahren - wenn man sich denn für Kunst im allgemeinen und Ernst Barlach im besonderen interessiert.
Die beiden anderen Attraktionen sind ein interessanter Natur- und Umweltpark und die "Oase", ein attraktives Spass- und Sportbad mit Saunawelt. Dieses Freizeitbad wird - auch räumlich - sehr schön ergänzt durch das nahegelegene Freibad. Diese vier unserer Meinung nach für Touristen bes. wichtigen Attraktionen
liegen alle ganz nahe beieinander und etwas ausserhalb der Stadt. Sie können diesen Komplex kaum verfehlen, wenn Sie von der BAB-Abfahrt "Güstrow" kommen (das ist die südlichste) und an der ersten grossen Güstrower Ampelkreuzung nicht wissen, ob Sie nach rechts oder geradeaus fahren sollen. Beides ist richtig: Nach rechts geht's nach 300 m zum Natur- und Umweltpark, geradeaus kommt nach 100 m das Spassbad und beim Spassbad nach links (also die Strasse gegenüber der "Oase" erreichen Sie nach einigen 100 m das Freibad bzw. das Barlach-Museum. Die grosse Kartbahn ist leider nicht täglich geöffnet, aber natürlich auch durchaus einen Ausflug wert. Von Güstrow aus bieten sich Ausflüge an nach Rostock und dem Luftkurort Krakow am See und natürlich auch nach Schwerin, denn Güstrow ist Aussenstandort für die Bundesgartenschau, die vom 23. April 2009 bis zum 11. Oktober 2009 in der Landeshauptstadt stattfindet. |
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